Perspektiven für Angestellte wie für Selbstständige und
Gründungswillige
Das Arbeitsamt bietet nach eigenen Aussagen die größte Online-Stellenbörse
Deutschlands. Die 451 Seiten umfassende Liste möglicher Berufsbezeichnungen
ist auf die Zukunft ausgerichtet. Man begnügt sich hier nicht mit
groben Berufsgruppen, sondern differenziert zwischen Bildredakteur, Chefredakteur,
Fachredakteur, Handelsredakteur, Musikredakteur und vielen anderen, wobei
allerdings derzeit noch die selbe Berufskennziffer vergeben wird.
Neben den bekannten Services Stellenangebote, Weiterbildungsangebote
und Ausbildungsplätze bietet die Homepage des Arbeitsamtes jetzt auch
ein Forum zur Existenzgründung. In der Vermittlungsbörse für
Existenzgründungen, Kooperationen und Firmennachfolgen können
Gründungswillige in vorhandenen Angeboten über Postleitzahl oder
Branchen suchen oder eigene Angebote aufgeben. Zu den Branchen Wissenschaft,
Kultur, Forschung sowie Medien, Verlage liegen aktuell 39 Anzeigen vor,
überwiegend allerdings Gesuche. Dennoch könnte sich dieses Forum
zu einer guten Adresse entwickeln.
arbeitsamt.de in der Beurteilung
Adressaten: :) nicht adressatenspezifisch,
aber in der feingliedrigen Berufsbezeichnungsliste ist auch an die akademischen
Berufe gedacht.
Umfang: :) Gesamtzahl der Stellenangebote
ist micht explizit genannt; für Redakteure finden sich aktuell 35
Stellen, für Journalisten unter dem Suchbegriff „Autor“ zusätzliche
zehn..
Aufbau und Aktualität: :| Eigentlich
klar und übersichtlich aufgebaut, aber leider so komplex, dass regelmäßige
Abstürze und Fehlermeldungen die gute Laune schmälern. Sehr schade
fand ich, dass – zumindest bei meinen Versuchen – eine gleichzeitige Suche
nach verschiedenen Berufsbezeichnungen nicht möglich ist. Die Stellenangebote
sind aktuell (etwa bis zu drei Wochen alt), das Datum ist jeweils zu oberst
angegeben.
Suchoptionen: :| Die Suche kann in den
Feldern Beruf (hier ist eine Liste weiblicher oder männlicher Schreibweise
herunterladbar), Arbeitszeit, Alter der Anzeige und Regionen/ Postleitzahl
eingeschränkt werden. Die Berufsbezeichnung kann auch durch das Ausfüllen
eines Formulares zu Tätigkeiten und Studienschwerpunkten gefunden
werden.
Jobgesuche: :) Das Aufgeben eigener Stellengesuche
ist möglich, im Arbeitgeber-Informations-Service unter Bewerberangebote
sind sie mit einer differenzierten Suchmaske recherchierbar. Allerdings
waren Informationen zum Aufgeben von Stellengesuchen nicht zu finden, obwohl
bei der Meldung als arbeitssuchend (in „real life“) ein entsprechendes
Formular ausgefüllt werden kann. Ist vielleicht das Aufgeben eigener
Stellengesuche an die Meldung gebunden?
Besonderes: :) Interessant ist der neue
Service zur Existenzgründung. Aber auch die Künstlervermittlung
bietet Freiberuflern die so wichtigen Chancen.
Neben vielen auf Unterseiten versteckten Informationen, Formularen
und Services gibt es unter http://www.arbeitsamt.de/hst/inhalt/index.html
gibt es eine Inhaltsübersicht im Stil eines Verzeichnisbaums.
Katinka Lutze, Woche 46 1999